Glasperlenstrahlen

Das Glasperlenstrahlen – oder auch Glasstrahlen, Verfestigungsstrahlen, Kugelstrahlen genannt – erfolgt vom Prinzip her wie das Sandstrahlen. Durch die runde Form des Strahlmittels wird die Oberfläche weniger stark aufgeraut und erhält eine seidig glänzende Optik.

Besonders Materialien wie Guss, Aluminium, Holz und Edelstahl werden mit dem Glasperlenstrahlen gereinigt und veredelt. Sollte ein Werkstück extrem durch Fett oder Öl verschmutzt sein, wird es vorher durch das Sodastrahlen gereinigt.

Oft ist es möglich, kleine Fehler und Unebenheiten in der Oberfläche zu beseitigen. Entgraten ist auch möglich. Größere Fehler und Kratzer bleiben weiterhin sichtbar. Verfärbungen, Anlauffarbe und Arbeitsspuren können durch dieses Verfahren beseitigt werden.

Der eigentliche Effekt beim Glasperlenstrahlen entsteht durch das „einprasseln“ der Kugeln auf die Oberfläche. Durch die Kugelform findet nur sehr wenig oder gar kein Abtrag an der Oberfläche statt. Gleichzeitig verdichtet und verfestigt sich die Oberfläche – das kann je nach Ziel vor- oder nachteilig sein.

Das Sodastrahlmittel ist keine Wunderwaffe oder Allheilmittel. In vielen Fällen aber besser geeignet als andere Strahlmittel. In den 70er Jahren wurde die empfindliche Kupferoberfläche der Freiheitsstatue von Teer und anderen Ablagerungen mit diesem Verfahren befreit.

Die Einsatzbereiche sind beispielsweise für:  die Reinigung von Motoren und Motorteilen, Entlackung von (Fahrzeug-) Teilen, Säuberung (denkmalgeschützter) Gebäude und Fassaden, Reinigung in der Lebensmittelindustrie.

Das Natriumbicarbonat darf nicht zu fein und nicht zu grob sein, um zum strahlen gut zu funktionieren. Unser Soda Strahlmittel hat genau die richtige Körnung, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Vorteile

  • Sehr geringe Staubbelastung
  • Farbe und Rost werden zugleich entfernt
  • Schöne gleichmäßig matt glänzende Oberfläche
  • Durch die runde Form weniger aggressiv / abrasiv als kantige Strahlmittel
  • Glas ist mir eine Mosh Härte von 6 nicht so hart wie andere Strahlmittel
  • Schnelle Ergebnisse
  • Mehrfach verwendbar
  • Eisenfrei – daher für Edel- und Sonderstähle sowie NE-Metalle (Schweißnähte) geeignet

Nachteile

  • Oberfläche muss bei Metall versiegelt werden, um später nicht zu oxidieren – rosten (Metall) oder blühen (Aluminium)
  • Oberfläche kann sich erwärmen (je nach Strahldruck) und bei dünnen Blechen verziehen
  • Patina wird entfernt
  • Rückstände in Motorenteilen und Getrieben können schädlich sein