Sodastrahlen

Nicht nur in der Industrie wird das Sodastrahlen schon lange für Reinigung und Entlackung angewendet. Die meisten Zahnärzte nutzen zur professionellen Zahnreinigung (Prophylaxe) ein Natriumbikarbonat-Gemisch in Verbindung mit Luft und Wasser. Zahnstein, Rauch, Kaffee- und Teeablagerungen werden so entfernt, ohne den Zahnschmelz (Mosh Härte 5) anzugreifen. Das Ergebnis: absolut saubere Zähne, der Zahn bleibt glatt und schadenfrei.

Das gleiche Prinzip gilt beim Sodastrahlen. Beim Sodastrahlverfahren wird die Oberfläche eines Gegenstands besonders schonend mittels Soda und Luftdruck gereinigt und entlackt.

Der eigentliche Reinigungseffekt beim strahlen mit Soda entsteht – im Gegensatz zum „Sandstrahlen“ – nicht durch die scharfkantigen bzw. schleifenden Eigenschaften, sondern durch das Entladen der Oberflächenspannung des einzelnen Korns beim Auftreffen. Dadurch werden die zu entfernenden Schichten „abgesprengt“, die meisten Oberflächen bleiben aber unangetastet. Deshalb kann von Metall auch Farbe entfernt werden, Rost im Metall bleibt jedoch erhalten.

Weitere Synonyme für Soda sind: Natriumhydrogencarbonat, (Kaiser) Natron, Speisenatron, Backsoda, Baking Soda, reines Backpulver, Speisesoda, doppeltkohlensaures Natron, Bullrich Salz, Natriumbikarbonat.

Das Sodastrahlmittel ist keine Wunderwaffe oder Allheilmittel. In vielen Fällen aber besser geeignet als andere Strahlmittel. In den 70er Jahren wurde die empfindliche Kupferoberfläche der Freiheitsstatue von Teer und anderen Ablagerungen mit diesem Verfahren befreit.

Die Einsatzbereiche sind beispielsweise für:  die Reinigung von Motoren und Motorteilen, Entlackung von (Fahrzeug-) Teilen, Säuberung (denkmalgeschützter) Gebäude und Fassaden, Reinigung in der Lebensmittelindustrie.

Das Natriumbicarbonat darf nicht zu fein und nicht zu grob sein, um zum strahlen gut zu funktionieren. Unser Soda Strahlmittel hat genau die richtige Körnung, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Vorteile

  • Sehr schonendes Strahlmittel, welches die meisten Oberflächen* nicht angreift mit einer Mosh Härte von nur  ca. 3
  • Restmengen in Motoren, Getrieben usw. können ausgespült werden oder zerreiben sich einfach zu Staub
  • Optimal für Restaurationen – Entfernung von Farben, Lacken, Schmutz unter Beibehaltung der Patina
  • Bindet Öle und Fette – auch Oma hat schon Soda zum waschen verwendet

* Wenn die Härte der Oberfläche über 3 nach Mosh liegt. Weichere Materialien wie Plexiglas, GFK oder andere Kunststoffe können ggf. aufgeraut oder abgetragen werden.

Nachteile

  • Soda kann nur einmal verwendet werden, im Privatbereich mit Strahlpistole bis zu dreimal
  • Sodastrahlmittel ist teurer als Sandstrahlmittel
  • Staubt stärker als als andere Strahlmittel
  • Dauert etwas länger als Sandstrahlen
  • Nassstrahlen wird nicht empfohlen – Natriumbicarbonat löst sich teilweise in Wasser und bildet Salzlake
  • Kann keinen tief sitzenden Rost von Metall entfernen – nur leichten Flugrost